Caregivers 2025-2028

Caregivers 2025-2028

Dank eines großzügigen Grants in Höhe von 184.060 US-Dollar erhalten 192 junge Mütter aus den Slums von Manila die Chance auf eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin. Dieses Projekt, das von Rotary und internationalen Partnern koordiniert wird, bietet benachteiligten Frauen eine Perspektive für ein selbstbestimmtes Leben und eine bessere Zukunft für ihre Familien.

Die 6-monatige Ausbildung umfasst Themen wie Hygiene, Kinder- und Altenpflege sowie Ernährung. Bereits in einem früheren Programm konnten 148 Frauen erfolgreich qualifiziert werden – nur zwei sind derzeit auf Jobsuche. Mit diesem neuen Projekt setzen wir die erfolgreiche Arbeit fort und zeigen, wie internationale Zusammenarbeit nachhaltige Veränderungen bewirken kann.

Wir danken allen Unterstützern für ihr Engagement, das für mindestens 192 Familien ein neues Kapitel voller Hoffnung und Würde eröffnet.

Eine Ausbildung mit Zukunft: Im Großraum Manila werden in den nächsten 5 Jahren 200.000 Caregivers benötigt, somit haben die Absolventinnen eine 100% Übernahmegarantie.

Hoffnung

Wo der Alltag ein Kampf ist

Das Projekt „Caregivers Ausbildung für junge Mütter in Manila“ ist ein Projekt, das der RC Oberhausen und die Stiftung IN-VINO-CARITAS gemeinsam ins Leben gerufen haben. Die Projektbeteiligten wollen jungen Müttern aus den extremen Slums (wie dem berüchtigten Bezirk „Aroma“, ehemals Barangay 105) eine Perspektive abseits der Mülldeponien bieten. Doch der Weg dorthin fordert allen Beteiligten täglich alles ab.

Realität

Kampf ums überleben

Die Realität vor Ort hat das Projekt in den letzten Monaten hart auf die Probe gestellt. Gleich zwei Großfeuer innerhalb von nur dreieinhalb Monaten haben den Bezirk erschüttert. Über 1.500 Familien verloren absolut alles, was sie besaßen. Inmitten dieses Chaos war es für die betroffenen Frauen verständlicherweise kaum möglich, ihre Kinder unterzubringen oder an Ausbildung zu denken. Aufgrund der Brände musste die zweite Gruppe zunächst kleiner als geplant starten. 

Misstrauen

Warum schenkt man mir etwas?

Die ausgewählten jungen Frauen haben oft von klein auf Müll gesammelt, um zu überleben. Dass ihnen nun plötzlich jemand eine hochwertige Ausbildung schenkt, ist für viele anfangs unbegreiflich. Es braucht Zeit und einfühlsame Begleitung, bis die Frauen verstehen, worum es geht. Zu Beginn herrscht verständlicherweise oft Misstrauen – eine gesunde Skepsis in einem Umfeld, in dem ihnen selten etwas geschenkt wurde. Doch wenn der Knoten platzt, weicht die Skepsis einer riesigen Freude.

Zukunft

Sicherer Lebensunterhalt

Die sechsmonatige Ausbildung zur Caregiver (Pflegekraft) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen Roten Kreuz an einer privaten Schule/Krankenhaus. Die Inhalte sind strikt mit internationalen Ausbildungsstandards abgestimmt. Dieses Projekt ist weit mehr als reine Arbeitsmarktförderung. Die Absolventinnen können danach:

  1. Den Lebensunterhalt ihrer Familien eigenständig finanzieren.
  2. Aktiv zur Gesundheitserziehung in ihren eigenen Familien und der Nachbarschaft beitragen.
  3. Den Teufelskreis der Armut durchbrechen und ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.

Fertigkeitsbewertung und Evaluation

In diesem Zeitraum:

  • Regelmäßige schriftliche Tests und leistungsbasierte Bewertungen wurden durchgeführt.
  • Individuelle Feedback-Gespräche fanden statt, um Verbesserungsbereiche anzusprechen.

Alle Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigten messbare Fortschritte sowohl im theoretischen Wissen als auch in den praktischen Pflegefähigkeiten.

 

Anwesenheit und Beteiligung der Stipendiatinnen und Stipendiaten

Die Anwesenheit blieb in den letzten Monaten konstant und zufriedenstellend. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich aktiv an den Fertigkeitstrainings, Gruppenaktivitäten und Fall-Szenario-Diskussionen.

Ihr Selbstvertrauen bei der Durchführung von Pflegeverfahren hat sich im Vergleich zu den Anfangmonaten der Ausbildung deutlich verbessert.

 

Beobachtungen

  • Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigten gesteigerte Kompetenz bei praktischen Pflegehandlungen.
  • Die Kommunikationsfähigkeiten verbesserten sich besonders bei simulierten Betreuer-Klient-Interaktionen.
  • Teamarbeit und Professionalität waren bei den praktischen Aktivitäten deutlich erkennbar.
  • Kleinere Entwicklungsbereiche wie Geschwindigkeit und Selbstvertrauen bei Notfallsimulationen wurden durch zusätzliche Übungseinheiten behoben.

Die Ausbildungsausrüstung und -einrichtungen waren ausreichend und wurden ordnungsgemäß gepflegt.

Wichtige Lektionen und durchgeführte Ausbildungsaktivitäten

Von Januar bis 17. März 2026 wurden folgende Module und praktischen Kompetenzen behandelt:

Pflege älterer Menschen und Klienten mit besonderen Bedürfnissen

  • Unterstützung älterer Klienten bei den Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs)
  • Richtige Positionierungs- und Transfertechniken
  • Bewegungsübungen (Range of Motion)
  • Verständnis altersbedingter Erkrankungen

Grundlegende Erste Hilfe und Notfallreaktion

  • Wiederholung und Rückdemonstration der kardiopulmonalen Reanimation (CPR)
  • Grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Umgang mit Notfallsituationen
  • Verfahren zur Berichterstattung und Dokumentation

Praktische Demonstrationen und Rückdemonstrationen

  • Bett machen (belegt und unbelegt)
  • Messen und Aufzeichnen der Vitalzeichen
  • Unterstützung bei Mobilität und Gehen
  • Fütterungstechniken für abhängige Klienten
  • Richtige Abfallentsorgung und Sanitärmaßnahmen

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mussten Rückdemonstrationen absolvieren, um die Beherrschung der Kompetenzen gemäß TESDA-Standards sicherzustellen.

Von Januar bis März 2026 haben insgesamt zwölf (12) Bewerberinnen und Bewerber den Screening-Prozess erfolgreich abgeschlossen und wurden als geeignet für das Stipendienprogramm eingestuft. Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden anhand festgelegter Kriterien bewertet, darunter Zulassungsvoraussetzungen, Hintergrundprüfung und Bereitschaft für die Caregiving-Ausbildung.

Am 12. März 2026 fand für alle qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber eine Orientierungsveranstaltung statt. Diese umfasste eine Übersicht über das Programm, Erwartungen, Ausbildungsstruktur, Stipendienrichtlinien sowie die Ausgabe von Uniformen, Büchern und Ausweisen. Alle zwölf (12) Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren anwesend und haben aktiv mitgewirkt.

Der Unterricht begann offiziell am 16. März 2026. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben die Caregiving-Ausbildung planmäßig aufgenommen und befinden sich derzeit in der Anfangsphase des Unterrichts.

Weitere Informationen zu Anwesenheit, Leistungen und Fortschritt des Programms folgen in den nächsten Berichten.

ROTARY Caregiving Scholarship Program

Bericht - 1. Gruppe

März 2026

Erstellt von: 
MA. TERESA B. SUSON (Programmkoordinatorin & Trainerin)
Schule/Ausbildungszentrum: OUR LADY OF GUADALUPE COLLEGES

Die letzten drei Monate des ROTARY Caregiving Scholarship Program – Batch 1 2025 konzentrierten sich auf den Abschluss der verbleibenden Module des Caregiving NC II-Curriculums, intensive praktische Übungen, Kompetenzbewertungen sowie die Vorbereitung auf die TESDA-Bewertungsprüfung und das On-the-Job Training (OJT).

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigten weiterhin großes Engagement und Durchhaltevermögen, während sie sich dem Programmabschluss näherten.

Bericht aus dem Rotary Magazin 07/2025

Details zur Finanzierung

Clubbeiträge: 74.493 USD

Beteiligte Distrikte (DDF-Mittel): 1640, 1870, 1880, 1890, 1900, 1950, 5790, 9920, 
Gesamtsumme 60.877 USD

RI World Fund: 48.690 USD

Gesamtvolumen: 184.060 USD (Gesamtzuschuss: 109.567 USD)

Helfen Sie uns, unsere Arbeit fortzusetzen

Unsere Spendenkonten lauten: 

DE25 3606 0295 0011 4480 11

DE27 3655 0000 0053 1070 74

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